Perspektivwechsel: Unterwegs als Tragling, Schiebling und Laufling

So ein Kleinkind bringt schon ordentlich Bewegung in die Bude. Während es die ersten 4 Monate meistens noch ziemlich ruhig läuft und man hauptsächlich mit dem Stillen von Grundbedürfnissen beschäftigt ist, sieht es mit steigender Mobilität deines Babys schon anders aus. Es wird gekrabbelt, gerobbt, sich hin und her gedreht, da hochgezogen, dort wieder fallen gelassen.

Aus dem Blickwinkel unserer Kinder

Die Welt aus Kinderaugen ist einfach sooo faszinierend. Und dann gibt es auch noch diese unterschiedlichen Perspektiven für unsere kleinen Windelpiraten. Geh mit uns auf Entdeckungstour und betrachte die Welt für einen Moment aus dem Blickwinkel unserer Kleinsten.

Die Schieblinge

Als ganz kleiner Schiebling erkennt dein Baby noch nicht allzu viel, aber wenn, dann sieht es liegend vom Kinderwagen aus vermutlich ein bisschen Himmel und mindestens ein Gesicht, was ihn lieb von oben anschaut. Ein ganz kleiner Ausschnitt dieser sehr großen Welt.

Größere Schieblinge entdecken hingegen schon sitzend auf ungefähr Hüfthöhe ihre Umgebung, die im Schritttempo an ihnen vorbeizieht. Endlich sieht es mehr von der Welt – aus dem winzigen Ausguck in der Liegevariante wird plötzlich eine 180° Sicht. Da wird jeder vorbeilaufende Hund oder entgegenkommende Gleichgesinnte im Buggy plötzlich zur Faszination.

Die Traglinge

Als kleiner Tragling betrachtet dein Baby seine Umgebung von oben, ungefähr von deiner Schulterhöhe aus. Als Neugeborenes interessieren ihn anfangs natürlich hauptsächlich deine Nähe, deine Stimme und dein Geruch – weniger, was es um sich herum sieht.

Denn du gibst ihm mit dem Tragen Sicherheit und zeigst deinem kleinen Schatz, dass du immer für ihn da bist. Dein Baby kann sich jederzeit an dich kuscheln, sich abschirmen und den direkten Kontakt zu dir genießen. Alles andere ist am Anfang erstmal unwichtig.

Größere Traglinge haben, gerade wenn sie auf dem Rücken getragen werden, die Chance, die Welt ungefähr auf deiner Schulterhöhe in Laufrichtung zu entdecken. Das bietet deinem Kind nochmal eine völlig neue und spannende Perspektive. Wird es deinem Kind zu viel um sich herum, kann es seinen Kopf entspannt auf deinem Rücken ablegen.

Trägst du dein Kind auf der Seite, beispielsweise in einem praktischen Ringsling, kann es sogar in alle Richtungen schauen. Quasi eine 360°-Sicht, wenn dein Schatz schon groß genug ist. Im Ringsling tragen ist vor allem praktisch für Kleinkinder, die öfter einfach mal kurz auf den Arm wollen. Denn so schnell angelegt ist keine Tragehilfe und erst recht kein Tragetuch.

Die Lauflinge

Sobald dein Schiebling oder Tragling auch ein Laufling wird, ist endgültig nichts mehr sicher vor ihm. Nun wird die Welt auf eigene Faust entdeckt. Heißt aber auch, die Perspektive liegt nochmal ein deutliches Stück unter dem Schiebling-Blickwinkel.

Weißt du oder hast du dich zumindest schon mal gefragt, was die kleinen Weltentdecker sehen, wenn sie auf ihren eigenen Füßen umher stapfen? Wenn nicht, dann knie dich direkt mal hin, setz deinen Po auf deinen Füßen ab und guck dir deine Umgebung an. Am besten hast du mindestens noch eine Person um dich herum.

Vielleicht musst du dich sogar noch ein bisschen nach vorn beugen, um die richtige Größe eines frischgebackenen Lauflings zu simulieren. Und was siehst du? Wahrscheinlich ganz viel Boden, andere Füße, Unterschenkel, Knie und vielleicht schon ein Stück Hüfte auf deiner Augenhöhe. Vermutlich kannst du gerade so über den Couchtisch gucken, was auf dem Esstisch liegt, ist schon nicht mehr einsehbar. Ist schon anders – diese Perspektive von unten.

Ganz schön groß wirken die Dinge und erwachsenen Menschen um ein Kleinkind herum, das auf seinen eigenen Beinen unterwegs ist. Wir begeben uns gern auf Augenhöhe mit unseren Kindern und sind regelmäßig auf die Knie gegangen, als sie noch klein waren, um direkten Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Das zollt schon den Kleinsten unter uns Respekt und baut eine wertschätzende Bindung zu ihnen auf.

Welche Perspektive würdest du wählen?

Wir haben dir gerade grob die verschiedenen Blickwinkel unserer Kinder beschrieben, wenn sie unterwegs sind und ihre Umgebung erkunden. Welche Perspektive würdest du als Baby oder Kleinkind gern einnehmen, wenn du die Wahl hättest?

Wir würden uns definitiv für die Trageperspektive entscheiden. Denn seine Welt an Mamas oder Papas Seite auf Augenhöhe zu entdecken, mit der Umgebung auf Augenhöhe zu kommunizieren – das erscheint uns als angenehmste Art, zu lernen, zu wachsen und stark für die Außenwelt zu werden.

Natürlich wollen wir auch auf unseren eigenen Füßchen durch Matschepfützen rennen, neue Dinge kennenlernen, unsere Umgebung entdecken. Wir freuen uns aber auch, wenn wir ab und zu wieder auf Augenhöhe mit der Welt um uns herum sein können. Sei es durch groß Gewachsene, die sich auf unsere Ebene begeben oder durch das liebevolle Tragen, wenn unsere Beinchen müde geworden sind.

Gut ausgerüstet – egal aus welchem Blickwinkel

Bist du mit Tragling, Schiebling, Laufling oder sogar mit allen drei Stadien unterwegs, brauchst du natürlich auch Kleidung, die dich und dein Baby vor unbeständigem Wetter oder Kälte schützt.

Wir hätten uns früher gewünscht, dass es geeignete, also praktische, aber auch schöne Kleidung dafür gegeben hätte. Aber nein, wir haben unsere Kinder noch über unseren Jacken getragen oder mit den Jacken unserer Partner improvisiert.

Ein Zustand, den wir ändern mussten. Und zum Glück haben wir das getan. Bei uns findest du heute eine Vielzahl wunderschöner Umstands- und Tragejacken, die dich und dein Baby in jedem Entwicklungsschritt begleiten. Sogar vor der Geburt kannst du unsere Jacken mit Schwangerschaftseinsatz schon als Umstandsjacken tragen.

Tragling-Mamas und Tragepapas brauchen eine Tragejacke

Ist der neue Erdenbürger auf der Welt, ziehst du für die Tragling-Perspektive einfach den Trageeinsatz ein. Baby ins Tuch gebunden oder geeignete Tragehilfe umgelegt, Baby sicher platziert, Jacke drüber und schon steht eurem Spaziergang nichts mehr im Weg.

Ist dein Baby gerade ein Schiebling oder Laufling, trägst du unsere Lieblingsjacken einfach ohne Einsatz. Die Erweiterung zum Babytragen ist ja schnell eingepackt und mitgenommen, sodass du sie jederzeit unterwegs wieder einzippen kannst.

Wir wünschen dir ganz viel Freude auf den Entdeckungstouren mit deinem Kind, egal aus welcher Perspektive! Hauptsache ihr seid für jedes Wetter und jede Phase – tragen, schieben oder laufen – gerüstet.

Eure Gunda und Katja